Bürgeranfrage: Verkehrssituation an der Sudetenstraße – Bobingen / Nord

Bereits seit mehreren Monaten äußern sich Anwohnerinnen und Anwohner aus Bobingen/Nord besorgt über die unübersichtliche Verkehrssituation in der Sudetenstraße – insbesondere vor dem „Haus für Kinder St. Felizitas“.

Anfrage der FBU-Fraktion an die Stadtverwaltung Bobingen
Herrn Bürgermeister Förster und Herrn Wolfgang Bobinger (Verkehrsangelegenheiten)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Förster, lieber Klaus,
lieber Wolfgang,

im Zuge der FBU-Stellungnahme zum Verkehrs- und Nahmobilitätskonzept im Jahr 2022 wurde zum Themenbereich „Entzerrung des Parkraumes“ folgender Sachverhalt beschrieben:

– Bobingen/Nord ab 18:00 bis 20:00 Uhr häufig verkehrswidriges Parken im Kreuzungsbereich.
– Auffahrt Sudetenstraße vor Einmündung in die Siebenbürgerstraße durch KiTa-Besuch sehr häufig unübersichtlich zugeparkt.

Seit 2022 hat sich die Situation des Parkens in diesem Bereich weiter deutlich verschlimmert und ist zur täglichen Belastung vieler Anwohner*innen geworden. Zudem kommt es im Bereich des Kinderhaus St. Felizitas immer häufiger zu gefährlichen Situationen. Eine Einhaltung der geltenden Verkehrsregeln ist aufgrund des praktizierten Parkverhaltens in einigen Bereichen von Bobingen/Nord nicht mehr möglich!

Folgende Schwachstellen wurden festgemacht:

– Die östliche Seite der Sudetenstraße ist sehr häufig komplett zugeparkt, dringend notwendige Ausweichstellen fehlen komplett.
– Das Parkverbot 5 Meter vor und hinter den Kreuzungen oder Einmündungen wird dauerhaft ignoriert.
– Die „rechts vor links-Regel“ kann als Folge dessen nicht mehr eingehalten werden.
– Für Fahrzeuge aus Norden kommend ist die Verkehrssituation bis zur Einmündung Sebastianweg-Sudetenstraße nicht mehr einsehbar, da nahezu täglich sehr große LKWs dort parken, vor allem abends und nachts. Große Gelenkbusse (Schulbusse) können eigentlich erforderliche Fahrmanöver mit Rückwärtsfahrten nicht ermöglichen.
– Durch mangelnde Ausweichmöglichkeiten ist es häufig notwendig, bis zu 100 Meter rückwärtszufahren, um entgegenkommenden Fahrzeugen die Durchfahrt zu ermöglichen. Dies ist vor allem vor dem Kindergarten sehr gefährlich!
– Kritische Verkehrssituationen fördern vermehrt den Frust vieler Autolenker, dies führt zu starker Aggression und schlussfolgernd zu unkontrolliertem Autofahren.
– Die Parksituation in großen Teilen von Bobingen/Nord ist vergleichbar der beschriebenen Situation an der Sudetenstraße.

Die FBU-Fraktion bittet die Verwaltung deshalb um Vorschläge, wie der aktuell vorliegenden Gefahrensituation begegnet werden kann.

Folgende Ansatzpunkte können aus unserer Sicht als Diskussionspunkte für eine zielführende Lösung dienlich sein:

– Vermehrte Kontrollen durch die kommunale Verkehrsüberwachung (vor allem abends, als erster Schritt).
– Schaffung von parkraumfreien Zonen als Ausweichmöglichkeit.
– Parkverbot in der Größenordnung von 2 PKWs vor Kreuzungen und Einmündungen.
– Zufahrtsverbot von LKWs über 7,5 to.
– Aufforderung an die Eigentümer von großen Wohnanlagen zur Schaffung von Parkflächen (ist auf häufig ökologisch minderwertigen Flächen vorstellbar, als letzte Möglichkeit könnte ein großräumigeres Parkverbot in diesen Bereichen angedacht werden).
– Reservierte Parkflächen für „Kurzzeitparken“ der Eltern, die ihre Kinder in die KiTa bringen, während der Öffnungszeiten der Kindertagesstätte.
– Generelles Parkverbot für LKWs im Bereich der KiTa, da die Unfallgefahr exorbitant hoch anzusiedeln ist.
– Parkverbot an der Ostseite der Sudetenstraße und alternativ Parkraum an der Westseite der Sudetenstraße (bessere Einsehbarkeit des entgegenkommenden Verkehrs).

Benötigte HH-Mittel für die Umsetzung des Anfrage:
– Schilder für Park-/Halteverbot, ggf. Straßenmarkierungen
– Proaktives Handeln der kommunalen Verkehrsüberwachung

Wir freuen uns auf zielführende Vorschläge und stehen gerne bereit für die Lösungssuche.

Mit kollegialen Grüßen
Franz Handschuh und Florian Vogl

Eine Anlage finden Sie hier: Anlage zum Thema

Antwort der Stadtverwaltung durch Wolfgang Bobinger vom 19.05.2025:

Lieber Franz,
soeben habe ich Rücksprache mit unserem Bürgermeister gehalten.
Wir werden die Anfrage an die Kommunale Verkehrsüberwachung weiterleiten mit der Bitte, dort verstärkt auch in den Abendstunden zu kontrollieren. Passenderweise ist die nächste Abendüberwachung (18.00 – 21.00 Uhr) schon nächste Woche geplant.

Dann leiten wir die Anfrage auch an die PI Bobingen weiter, mit der Bitte um Stellungnahme.
Aus unserer Sicht wäre dabei auch eine Ortseinsicht der Verwaltung mit der PI sinnvoll.
Sobald wir nähere Informationen haben, melden wir uns wieder.

Viele Grüße
Wolfgang Bobinger

Diese Bürgeranfrage wurde gestellt an: Franz Handschuh

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https://www.fbu-bobingen.de/stadtraete-fraktion/

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