Verkehrssicherheit Unterführung in der Bischof-Ulrich-Straße

12 / 2019 – Pressebericht anlässlich der Öffnung der Unterführung in der Bischof-Ulrich-Straße vor einem Jahr

Verkehrssicherheit Unterführung in der Bischof-Ulrich-Straße

Am 18.12.2018 wurde die Unterführung in der Bischof-Ulrich-Straße in Bobingen nach zehnmonatiger Bauzeit wieder für den Verkehr freigegeben. Die Mehrheit in Bauausschuss und Stadtrat sprach sich ursprünglich im Jahr 2015 jedoch mehrfach dafür aus, den Tunnel exakt so wieder herzustellen, wie er im Jahr 1846 erbaut wurde. Die Begründung war, dass eine Aufweitung hohe Kosten verursachen würde.

Die FBU Bobingen wollte sich damit nicht zufrieden geben und setzte sich als einzige politische Gruppierung dafür ein, dass im Sinne von mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer eine Aufweitung vorgenommen werden solle.

Gerade der Verkehr nach Königsbrunn oder in das Industriegebiet mit den diversen Einkaufsmöglichkeiten fließt durch diese Unterführung. So sind dort vor allem im Sommer häufig Kinder und Jugendliche mit dem Fahrrad in die Schule unterwegs. „Es wäre unverantwortlich, an der Sicherheit der nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer, insbesondere der Schülerinnen und Schüler, zu sparen.“, so Florian Vogl, Stadtrat der FBU.

FBU als einzige Befürworter einer Aufweitung

Nachdem in einem Stadtratsbeschluss am 29.09.2015 der FBU-Antrag auf Aufweitung mit 18 Gegenstimmen abgelehnt wurde, ging der Verein in die Offensive und startete eine vielbeachtete Plakataktion. „Wir dürfen diese einmalige Gelegenheit, die sich nur alle 150 Jahre bietet, auf keinen Fall ungenutzt verstreichen lassen“, äußerte sich der FBU-Vorsitzende, Michael Ammer, damals.

In einer erneuten Abstimmung konnte schließlich die Mehrheit des Rats vom Sinn des FBU-Antrages überzeugt werden. „Für die von uns favorisierte ‚große Lösung‘ mit zwei Fahrstreifen für den Begegnungsverkehr haben wir leider keine Mehrheit gewinnen können. Den wichtigsten Punkt – mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer – haben wir zum Glück erreicht.“, zeigte sich Florian Vogl erleichtert.

Seitdem keine Unfälle mit Personenschaden

Nicht nur die Autofahrer auf dem täglichen Weg in Richtung Königsbrunn müssen nun, seit genau einem Jahr, keine Umwege mehr fahren. Auch Eltern haben seitdem ein besseres Gefühl, wenn sich ihre Kinder auf den Schulweg machen, und das zurecht: Die Polizeiinspektion Bobingen konnte auf Anfrage bestätigen, dass es seit der Wiedereröffnung keinen einzigen Unfall mit Personenschaden im Bereich der Unterführung gegeben habe.

Verkehrssicherheit hat hohe Priorität

Die FBU setzt sich auch ganz aktuell für die Verkehrssicherheit in Bobingen ein: Gefahrenstellen für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Schulkinder, im Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/Mayerweg, an der Einmündung Wertachstraße/Hirtenstraße sowie an der Schulbushaltestelle in Straßberg vor dem Schlösschen liegen im Fokus und sollen konsequent entschärft werden.

4 Gedanken zu „12 / 2019 – Pressebericht anlässlich der Öffnung der Unterführung in der Bischof-Ulrich-Straße vor einem Jahr“

  1. Bitte um Erläuterung, welchen „Fahrstreifen“ Fahrradfahrer durch die Unterführung Bischof-Ulrich-Straße stadtaus- und stadteinwärts nutzen sollen. Wann erfolgt die entsprechende Beschilderung?
    Vielen Dank, Hellmut Böttner.

    1. Sehr geehrter Herr Böttner,
      in der Tat ist der Geh- und Radweg durch die Unterführung noch nicht beschildert. Eine Rücksprache mit dem städtischen Bauamt am 08.01.2020 hat ergeben, dass eine Beschilderung bereits geplant sei. Ein genauer Termin für die Umsetzung konnte noch nicht genannt werden. Wir werden die Maßnahmen selbstverständlich weiter verfolgen.
      Die besten Grüße,
      Michael Ammer

  2. Sehr geehrter Herr Ammer,
    gibt es inzwischen einen Termin, wann die Beschilderung der Bahn-Unterführung in der Bischof-Ulrich-Straße erfolgen soll?
    Als Fahrradfahrer bin ich nicht sicher, wo ich fahren darf oder soll.
    Es sind jetzt wieder zwei Monate vergangen…
    Die Strecke nach Königsbrunn ist auch für viele Bobinger Schüler zum und vom Gymnasium Königsbrunn von Bedeutung. Ein durchgängiger Radweg wäre dafür wünschenswert.
    Mit freundlichen Grüßen, Hellmut Böttner.

    1. Sehr geehrter Herr Böttner,
      das Bauamt ist nach Aussage von Herrn Thierbach bereits mit der Sache befasst und mit dem Landratsamt in Kontakt. In der kommenden Sitzung möchte Herr Thierbach ausführliche über die Beschilderung an der Unterführung berichten.
      Mit freundlichen Grüßen, Michael Ammer

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