01/2021 – Barrierefreier Ausbau des Bobinger Bahnhofs und Entwicklung des Bahnhofsumfelds

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Förster,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die FBU-Fraktion hat in den Stadtratssitzungen im Oktober und November 2020 um eine Information durch die Verwaltung gebeten, den Sachstand um barrierefreien Ausbau des Bobinger Bahnhofes zu erläutern.

Ausgang war ein Pressebericht in der Schwabmünchener Allgemeinen vom 09.10.2020. Dort wird über ein Gespräch der Verwaltung mit Bundestagsabgeordnetem Durz berichtet. Dieser soll laut Bericht in Aussicht gestellt haben, den Bahnhof Bobingen, nach dem Ausbau des Bahnhofs Meitingen, in ein Förderprogramm zu nehmen. Dies begrüßen wir grundsätzlich.

Da uns Stadträten bis heute von der Verwaltung keine weiteren Informationen diesbezüglich zugeleitet wurden, bitten wir auf diesem Wege erneut um einen aktuellen Sachstandsbericht.

Bereits bei Gründung der FBU im Jahr 1990 haben wir uns dafür stark gemacht, den Bahnhof Bobingen aufzuwerten. Konkretes Ansinnen war, die Untertunnelung des Zugangs zu den Geleisen nach Osten durchzustechen um somit bessere Anbindungsmöglichkeiten von allen Seiten zum Bahnhof zu ermöglichen. Mit einer Aufwertung des östlichen Bahnbereiches sollte eine Stärkung des westlichen Bahnhofsareals gefördert und somit eine raschere, barrierefreie Anbindung möglich werden.

Nachdem nun im Haushaltsplanentwurf für 2021 BNK, sowie im Finanzplanungszeitraum 2022 Mittel für Tiefbaumaßnahmen zur Errichtung eines Busbahnhofes eingestellt sind, beantragt die FBU-Fraktion eine Ausweitung der Maßnahmen und somit eine grundsätzliche Untersuchung.

Ergänzt durch den städtischen Neubau an der Hermann-Hesse-Straße bietet sich die Gelegenheit, das gesamte Bahnhofsumfeld mit in die Überplanung einzubeziehen. Ein weiterer Faktor ist die Überplanung des Geländes Hermann-Hesse-Straße 1. Auch diese Bauvoranfrage kann in eine Gesamtplanung eingebunden werden. Die Interessensbekundungen von Lidl, Drogeriemarkt Müller und BurgerKing, auf der Ostseite des Bahnhofsgeländes neue Geschäfte zu errichten, forciert diese Überlegung. Mit der Erarbeitung eines Bauleitplanes „nördlich der Königsbrunner Straße“ werden ebenfalls im Bauamt aktuell Weichen gestellt, die das weitere Bahnhofsumfeld betreffen.

Nach unserer Kenntnis soll für das Quartier Bahnhofsumfeld auch eine Verlängerung der Sanierungssatzung beantragt werden.

Aus diesem Grund beantragt die FBU-Fraktion die Erarbeitung eines Gesamtkonzepts „Bahnhof Bobingen 2030“. So können Mehrfachkosten, die in Einzelmaßnahmen auflaufen würden, konzentriert und verringert werden.

Zusammengefasst können aus unserer Sicht so folgende Bereiche in die Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes „Bahnhof Bobingen 2030“ einfließen:

  • Verlängerung der Sanierungssatzung
  • Städtischer Neubau Hermann-Hesse-Straße 11
  • Bauvoranfragen Hermann-Hesse-Straße 1
  • Ausbau der Hermann-Hesse-Straße
  • Busbahnhof
  • Durchstich der Untertunnelung zu den Geleisen Richtung Osten
  • Barrierefreier Ausbau Bahnhof Bobingen
  • Prüfung Angebot Car-/Bike-Sharing
  • Erschließung des östlichen Bahnhofsgeländes
  • Erstellung eines Bauleitplanes ,,Nördlich der Königsbrunner Straße“
  • Prüfung von Erweiterungsmöglichkeiten der Park- & Ride-Anlage
  • Voranfragen von Lidl, Drogeriemarkt Müller und BurgerKing
  • Prüfung der Schaffung von Synergieeffekten wie Schaffung von Mikrowohnung/Studentenappartements in Bahnhofsnähe, günstigerweise in Aufstockung von Gebäuden (z. B. in Partnerschaft mit Lidl, Drogeriemarkt Müller, etc.)

Die Bündelung vieler Einzelmaßnahmen in ein Gesamtkonzept bringt in diesem Falle die Chance, zielführender das Hauptanliegen – den barrierefreien Ausbau unseres Bahnhofs – zu beschleunigen. Die aufgeführten Eckpunkte betrachtet die FBU-Fraktion nicht als vollständig. Eine Ergänzungen durch alle Fraktionen und die Verwaltung sind ausdrücklich erwünscht.

Wir bitten um wohlwollende Unterstützung unseres Antrages.

Mit kollegialen Grüßen

Franz Handschuh (Fraktionsvorsitzender) und Florian Vogl (Stellvertretender Fraktionsvorsitzender)

Ein Gedanke zu „01/2021 – Barrierefreier Ausbau des Bobinger Bahnhofs und Entwicklung des Bahnhofsumfelds“

  1. Meiner Ansicht nach muss die bayerische Staatsregierung in die Pflicht genommen werden, denn:
    „Für Menschen mit Behinderung haben wir uns ein sehr ehrgeiziges Ziel vorgenommen: Bayern wird in zehn Jahren komplett barrierefrei – im gesamten öffentlichen Raum, im gesamten ÖPNV. Dazu werden wir ein Sonderinvestitionsprogramm `Bayern barrierefrei 2023´ auflegen.“
    Aus der Regierungserklärung vom 12.11.2013 des damaligen Ministerpräsidenten Horst Seehofer
    Quelle: https://www.barrierefrei.bayern.de/fakten/programm/index.php

    Ein Vor-Ort-Termin aller Fraktionen von Bobingen mit der Presse könnte hilfreich sein.
    Denn die Aussage von Bürgermeister Klaus Förster (https://stadt-bobingen.de/beanwortung-der-anfragen-zur-buergerversammlung) zu dem Thema ist wertlos:
    Status und Initiative zum barrierefreien Bahnhof Bobingen
    Der Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz hat im Rahmen seines Besuchs in Bobingen zugesagt, dass der barrierefreie Ausbau des Bobinger Bahnhofs nach der Fertigstellung des Bahnhofes in Meitingen erfolgen soll.

    Wer weiß denn bitte, wann der Bahnhof in Meitingen fertiggestellt ist? Das sollte auch keine Rolle spielen beim Ausbau für Bobingen!

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