„weiter so?“ oder „Fortschritt durch Veränderung“

FBU präsentiert Wahlkonzept und setzt auf intensiven Bürger-Dialog

„weiter so?“ – mit dieser Frage hat die Freie Bürger-Union Bobingen (FBU) Anfang Februar ihre Wahlwerbung zur Stadtratswahl am 16. März 2014 begonnen.

„Was soll das?“ wird sich der eine oder andere wohl gefragt haben – und schon haben die Plakate in den Augen der Macher ihren Zweck erfüllt: „Hinterfragen und Nachdenken – dazu wollen wir die Bobinger in den kommenden Wochen vor der Wahl anregen“, so die erklärte Absicht der mehrköpfigen Wahlkommission, die das entwickelte Wahlkonzept bei einem Mitglieder- und Kandidatentreffen noch einmal zusammengefasst präsentierte.

Auf die zentrale Frage „weiter so?“ will die FBU den Fokus ihrer Mitbürger bis zur Wahl noch weiter zuspitzen.

„Unser Ziel ist es, den Bobingern bewusst zu machen, dass es bei ihrer Wahlentscheidung um sehr viel mehr geht, als 24 Stühle im Rathaus mit Leuten zu besetzen, die einen mehrere Wochen von überdimensionierten Wahlplakaten angelächelt haben.“, erklärte 1. Vorsitzender Florian Vogl, nachdem Wolfgang Hauser, Koordinator der FBU-„Plakattruppe“, von der sich anbahnenden „Materialschlacht“ berichtet hatte.

„Auch wenn Kommunalwahlen gemeinhin als Persönlichkeitswahlen gelten, geht es im Wesentlichen doch vielmehr um 6 Jahre Bobinger Zukunft. Eine Zukunft, die knapp 17.000 und nicht nur 24 Bobinger Persönlichkeiten betrifft.“ so Vogl weiter.

Sich auf’s Wesentliche zu konzentrieren war auch Vorgabe und Maßstab für die Arbeit der Wahlkommission. Aus der methodischen Analyse von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken Bobingens, leitete die Kommission die drei inhaltlichen Schwerpunkte für das FBU-Wahlkonzept ab: „Solide Finanzen“, „Standortchancen“ und „Zusammenhalt“.

Solide Finanzen“, war gemäß Analyseergebnis eindeutig die dominierende Schwäche und das bedeutendste Risiko für die Bobinger Zukunft. „Die nackten Zahlen sprechen eine beängstigende Sprache. Wenn es so weiter geht, reicht der Investitionsspielraum in 6 Jahren vielleicht nicht mal mehr, um alle städtischen Pflichtaufgaben ohne neue Schulden ordentlich abdecken zu können. Was das für nachfolgende Generationen bedeuten würde, will ich mir erst gar nicht hochrechnen.“ erklärte Franz Handschuh, amtierender FBU-Stadtrat und Moderator des entsprechenden Arbeitskreises.

Bestehende „Standortchancen“ zu nutzen und kontinuierlich weiter zu entwickeln, sei eigentlich der einzige Lösungsansatz mit dem dieser Dimension Finanzmisere langfristig wirklich begegnet werden kann. „Wir liegen mitten in einer wirtschaftlich starken Region in die wir durch Bahnhof und B17-Anschluss mit einer Infrastruktur eingebunden sind, die keine Wünsche offen lässt. Trotzdem entwickeln wir uns nach Zahlen, verglichen mit den umliegenden Kommunen, eher rückwärts statt vorwärts.“, begründete Florian Vogl, warum der von ihm moderierte Arbeitskreis das Thema „Standortchancen“ aus zwei Perspektiven analysierte: als aktuelle Schwäche aber auch als Chance für die Zukunft.

Evelyn Knödler und Michael Ammer präsentierten die Ergebnisse ihres Arbeitskreises zum Schwerpunkt „Zusammenhalt“ demonstrativ als Zweier-Team. „Einer alleine kann wenig bewegen. Nur durch starken Zusammenhalt untereinander, sind große Problemkomplexe und die dem entsprechend groß anzulegenden Lösungsansätze auch praktisch zu bewältigen.“, führte Michael Ammer ein.

„Mit Zahlen, Daten und Fakten konnten wir bei unserem Schwerpunkt recht wenig anfangen. Wie können wir bei unseren Mitbürgern das Bewusstsein schaffen, dass gerade Kommunalpolitik von aktiver Mitgestaltung lebt und nicht nur von einer Wahlentscheidung alle 6 Jahre? Nur wenn jedem klar wird, dass er Teil des Ganzen ist, kann sich echter Zusammenhalt entwickeln.“, erklärte Evelyn Knödler ihren Vereinskollegen den vom Arbeitskreis erarbeiteten Ansatz.

Ob Online-Fragebögen auf der neu gestalteten Homepage, Facebook-Auftritt, Informationsstände oder in Bobingen sichtbare und für jeden kontaktierbare FBU-Botschafter, das Team hat sich einiges ausgedacht, um allen Bobingern einen offenen Dialogkanal zu bieten und so einen Grundstein für echten Zusammenhalt zu legen.

„Die „weiter so?“-Serie wird eine Menge Diskussionsbedarf aufwerfen und dann wollen wir ganz im Sinne unseres Grundwertes „Dialog“ auch erreichbar sein, um gemeinsam mit den Bürgern unsere und ihre Lösungsansätze zu diskutieren. Natürlich bieten die offenen Dialogkanäle jedem auch die Möglichkeit andere Themen an uns heranzutragen.“ erklärte Evelyn Knödler weiter.

„Fortschritt durch Veränderung“ nennt die FBU ihr Wahlkonzept mit dem thematischen Problemschwerpunkt „Solide Finanzen“, dem Lösungsansatz
„Standortchancen“ und der Umsetzungsmethode „Zusammenhalt“. „Es ist erstaunlich wie klar die Dinge eigentlich liegen, wenn man mal alle parteipolitischen Schönfärberein beiseite lässt und sich die Mühe macht methodisch das Wesentliche herauszuarbeiten“, meinte Sebastian Helbig, der bei fast bei allen der zahlreichen Arbeitstreffen seit Beginn des Jahres dabei war.

„Die Lage ist kritisch, aber nicht aussichtlos. Bobingen kann es besser, nur 6 Jahre „weiter so“ können wir uns einfach nicht mehr leisten. Dass unsere großen Mitbewerber das Ziel Solide Finanzen zwar  ebenfalls ausloben, aber im selben Atemzug auch gleich wieder ein paar teure Wahlversprechen auf die Wunschliste setzen, lässt nicht auf wirkliches Problembewusstsein und ernsthafte  Änderungsabsicht schließen.

Es braucht schon mehr Mut zur Veränderung, wenn wir wirklichen Fortschritt wollen. Am 16. März haben wir Bobinger alle die Wahl – 6 Jahre „weiter so“ oder die echte Alternative „Fortschritt durch Veränderung“, motivierte 1.Vorsitzender Florian Vogl zum Abschluss des Treffens seine Mitstreiter.

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