01.12.2020 – Kultur-, Sport-, Sozial-, Werk- und Betriebsausschuss

Tagesordnung 1. Ausschuss:

Sitzung Stadtrat Bobingen, Stadtratssitzung
  • TOP 1 Berichterstattung
  • TOP 2 Neubau einer Kindertagesstätte
  • TOP 3 Genehmigung der öffentlichen Niederschrift der 3. Sitzung vom 20.10.2020
  • TOP 4 Wünsche und Anfragen

Anwesenheit:

  • Helmut Jesske (SPD) war entschuldigt, ansonsten waren alle Ausschussmitglieder anwesend.
  • Günther Schmid (Sozialamt), Rainer Thierbach (Stadtbauamt), Alexander Ziegler (Stadtkämmerer)

TOP 1: Berichterstattung

Keine Berichterstattung.

TOP 2: Neubau einer Kindertagesstätte

Zum Sachverhalt: In der letzten Kultur-, Sport- und Sozialausschusssitzung vom 20.10.2020 stellte Stadtkämmerer Alexander Ziegler die Bedarfsplanung der Kindertagesstätten in Bobingen vor. Sein Fazit war: „Alles ist voll, wir werden überrannt“. Da bestehende Kindertagesstätten nicht mehr groß erweitert werden können, führe an einem Neubau nichts vorbei. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, zwei Grundstücke (altes Feuerwehrgelände und Friedhof) auf Ihre Eignung zu prüfen und ein geeignetes Planungsbüro zu beauftragen.

  • Herr Glogger von 3+ Architekten stellte eine Machbarkeitsstudie für eine Kindertagesstätte an den beiden Standorten vor.
  • Das 3. Sonderinvestitionsprogramm zur Förderung dieser Vorhaben wird bis zum 30.06.2021 verlängert, eine rasche Antragsstellung wird empfohlen, da die Fördermittel begrenzt sind.
  • Fördergeber ist die Regierung von Schwaben
  • Förderfähige Flächen: 784m²
    • 3 Krippengruppen (41 Kinder): 192m²
    • 4 Kindergartengruppen (100 Kinder): 273m²
    • Gemeinsame Räume 319m²
  • Flächen der beiden Grundstücke:
    • Am Friedhof: 4.023m²
    • Altes Feuerwehrhaus: 4.492m²
  • Zusätzliche Flächen:
    • Sanitär-, zusätzliche Räume, Garderoben, etc. 259m²
    • Verkehrsflächen 294m²
    • Technikflächen 100m²
    • Freiflächen: 2.285m²

Franz Handschuh (FBU) sprach sich für den Standort „Krumbacher Straße“ (Altes Feuerwehrgelände) aus. Die FBU Bobingen strebt eine zukünftsfähige Lösung an, welche den größten Teil des Bring- und Holverkehrs auf dem Gelände umgeht. Die naheliegenden Parkflächen am Hallen- und Freibad wären maximal 150 m vom neuen Standort entfernt und dieser somit fußläufig sehr gut zu erreichen. Eine Anordnung von Behindertenparkplätzen am Gebäude ist ebenso erwünscht, wie eine großzügige Stellfläche für Kinderfahrräder und Lastenräder für Bringen und Abholen der Kinder. Im Weiteren fragte Franz Handschuh (FBU) nach, ob eine teilweise Ausrichtung der Baukörper in Ost-/Westrichtung vorteilhaft wäre, für eine optimale Dachausrichtung für regenerative Energiegewinnung. Für die FBU könnte somit eine Überlastung der Kreuzung am Kirchplatz vermieden werden.

Der Standort Südl. Fraunhoferstraße scheidet für die FBU-Fraktion aus, weil die unmittelbare Nähe zum Friedhof Menschen in ihrer Trauerphase stören könnte. Besonders bei Eltern von Schmetterlingskindern ist größtmögliche Sensibilität gefordert. Außerdem ist die Anbindung in genannter Straße für ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen sehr schwer umsetzbar.

Katja Treischl (Grüne) bevorzugte ursprünglich den Standort Südl. Fraunhoferstraße, erkannte aber auch die Vorzüge des Standorts an der Krumbacher Straße, nach den Ausführungen ihres Vorredners.

Gaby Böhm (FW) erkundigte sich, ob die fehlende Gruppe in der Siedlung mit Kindern aus den Stadtteilen per Busverkehr in den Kernort gebracht werden sollen. Alexander Ziegler erklärte, dass die Kinder der Krippengruppe nicht mit dem Bus, sondern mit einem eigenem Fahrzeug befördert werden. Johannes Bögler (CSU) merkte ergänzend an, dass der Busverkehr in der Südl. Fraunhoferstraße ohnehin nicht geeignet sei.

Claudia Lautenbacher (SPD) sieht im Standort Südl. Fraunhoferstraße einen deutlichen Vorteil, da sie beim anderen Standort für die Parkflächen bei Badbetrieb und Volksfest einen Engpass sieht. Alexander Ziegler merkte an, dass ein vollausgelasteter Badbetrieb nur an rund zehn Tagen im Jahr durchschnittlich erreicht wird, das Volksfest ohnehin im August stattfindet (Schließzeiten).

Bürgermeister Förster (CSU) sah ebenfalls Vorteile am Standort Krumbacher Straße, noch dazu, da dieses Gelände für anderweitige Bebauung nicht besonders geeignet ist.

Der Ausschuss sprach sich mit 9:2 Stimmen für das Grundstück an der Krumbacher Straße aus. Die Verwaltung wurde mit der Kostenermittlung für den Förderantrag und einer Trägerfindung beauftragt.

TOP 3: Genehmigung der öffentlichen Niederschrift der 3. Sitzung vom 20.10.2020

–> Die Niederschrift wurde einstimmig genehmigt.

TOP 4: Wünsche und Anfragen

Keine Wünsche bzw. Anfragen.

Ende des öffentlichen Teils: 18:25 Uhr


Tagesordnung 2. Ausschuss:

  • TOP 1 Berichterstattung
  • TOP 2 Kolumbarium auf dem städt. Friedhof Bobingen
  • TOP 3 Wünsche und Anfragen

Anwesenheit:

  • Bis auf Helmut Jesske (SPD, entschuldigt) waren alle Ausschussmitglieder anwesend.
  • Bernhard Langert (Stadtwerke), Thomas Ludwig (Hauptamt, Wirtschaftsförderung), Roman Schröter (Stadtwerke), Alexander Ziegler (Stadtkämmerer)

Im Anschluss zum nichtöffentlichen Teil der vorangegangenen Sitzung begrüßte Bürgermeister Förster zum Werk- und Betriebsausschuss (Beginn: 19:04 Uhr).

TOP 1: Berichterstattung

Keine Berichterstattung.

TOP 2: Kolumbarium auf dem städt. Friedhof Bobingen

Das Kolumbarium auf dem städtischen Friedhof Bobingen wurde in diesem Jahr erneut saniert. Der Ausschuss stellte fest, dass in den zurückliegenden Jahren enorme finanzielle Anstrengungen notwendig waren, um das Kolumbarium zu unterhalten. Die SPD-Fraktion stellte deshalb den Antrag, eine Überdachung, ähnlich dem Kolumbarium von Großaitingen, zu überprüfen.

Johanna Ludl (SPD) merkte an, dass das Kolumbarium auch nur teilweise überdacht werden könne. Florian Vogl (FBU) erkundigte sich nach den anfänglichen Baukosten, sowie den bisher geleisteten Sanierungskosten. Die Anzahl der Sanierungen sei nicht zu benennen, aber die letzte Sanierungen lag bei rund 20.000 Euro, so Alexander Ziegler. Florian Vogl (FBU) und Franz Kaufmann (CSU) sprachen sich beide gegen ein Sonnensegel zur Überdachung des Kolumbariums aus. Stadtrat Vogl schlug eine teilweise Verglasung als Überdachung vor, um ausreichend Lichteinfall im Innenbereich zu gewährleisten.

Beschlussvorschlag: Die Mitglieder des Ausschusses beauftragen die Verwaltung und den Friedhofsplaner Weiher mit einer Lösungserarbeitung.

-> Der Beschlussvorschlag wurde einstimmig angenommen.

TOP 3: Wünsche und Anfragen

Keine Wünsche und Anfragen.

Ende des öffentlichen Teils: 19:30 Uhr.

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